„Twittergewitter“ am Europäischen Tag des Notrufs

„Twittergewitter“ am Europäischen Tag des Notrufs
 
Anlässlich des Europäischen Tag des Notrufs beteiligt sich die Feuerwehr Nürnberg am Donnerstag, 11. Februar 2021, am „Twittergewitter“ der deutschen Berufsfeuerwehren. Über den Twitterkanal der Feuerwehr
Nürnberg, @Feuerwehr_N, sowie unter #Nürnberg112 wird ab 8 Uhr morgens nahezu in Echtzeit über Einsätze und über den Tagesbetrieb des Einsatzdiensts auf den Feuerwachen und in der Integrierten Leitstelle
(ILS) getwittert.
Mit dem jährlich wiederkehrenden Tag des Europäischen Notrufs immer am 11. Februar rückt die Europäische Union seit dem Jahr 2009 den europaweit gültigen Notruf 112 in den Mittelpunkt. Durch die zunehmende
Bekanntheit der 112 als gemeinsame Notrufnummer entwickelt sie sich zum gemeinsamen Symbol für Hilfe in Notfällen und gleichzeitig zum Symbol für die Europäische Union.
Der Notruf 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst wird zentral für die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie für die Landkreise Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt in der ILS der Feuerwehr Nürnberg bearbeitet. Das Einzugsgebiet umfasst rund 1,2 Millionen gemeldete Einwohnerinnen und Einwohner. Der aus dem Festnetz und Mobilfunknetz kostenfreie Notruf kann Leben retten. Zur besseren Rückverfolgung und Lokalisation wird bei jedem Notruf zum einen die Rufnummer immer mit übertragen, zum anderen steht der ILS seit Anfang 2020 bei Anrufen aus dem Mobilfunknetz der Dienst „Advanced Mobile Location“ (AML) zur Verfügung. Damit werden die Forderungen des Gesetzgebers erfüllt, nachdem neben der Rufnummer
der Notrufenden auch deren Standort mitgesendet werden muss. Dieser für die Handybetriebssysteme iOS und Android verfügbare Dienst sendet den aktuellen Standort über das Ortungssystem GPS des mobilen
Endgeräts, ohne dass der Anrufer selbst tätig werden muss. Sollte die GPS-Ortung in den Geräteeinstellungen deaktiviert sein, wird diese durch den AML-Dienst im Hintergrund aktiviert; die Übertragung der
Standortdaten dauert dann etwas länger. Mit dieser Ortungsmöglichkeit beschleunigt sich bei unklaren Meldungen zur Einsatzstelle oder in der freien Natur die Notrufabarbeitung.
 
Schon länger wird der sogenannte Electronic-Call, kurz eCall, in der ILS Nürnberg empfangen, mit dem alle Neufahrzeuge seit 2018 ausgerüstet sein müssen. Sind solche Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt, setzen sie
eigenständig einen Notruf an die zuständige Leitstelle ab. Mit dem eingehenden Sprachnotruf werden auch die Standortdaten sowie einsatztaktisch wichtige Daten zum Fahrzeug, zur Anzahl der Insassen sowie zu den ausgelösten Sicherheitseinrichtungen und der Antriebsart übermittelt. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben am Notruf Hilfestellungen zur Ersten Hilfe, insbesondere zur Durchführung der
Laienreanimation“, sagt der Leiter der Integrierten Leitstelle, Branddirektor Marc Gistrichovsky. Mit dieser Telefonreanimation konnten nachweislich mehrere Menschenleben gerettet werden, indem die Zeit bis zum
Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt wurde. In der ILS werden binnen 24 Stunden zwischen 1 200 und 1 500 Notrufe abgearbeitet. Bei Großschadens- und Unwetterlagen können bis zu 35 Einsatzleitplätze besetzt werden, damit gehört die ILS zu den größten Leitstellen in Deutschland.

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