Unterkunft für Obdachlose mit Hund – Projekt QuarTier

Obdachlose Menschen mit Hund hatten bisher nur begrenzt die
Möglichkeit, Obdach zu bekommen, da Hunde in Regelunterkünfte für Obdachlose mit Rücksicht auf die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner oft nicht mitgenommen werden können. Dem Sozialamt der Stadt Nürnberg ist es nun gelungen, sowohl ein geeignetes Objekt zu finden als auch einen kompetenten Partner für den Betrieb zu gewinnen. Damit kann die Stadt Nürnberg eine Bedarfslücke in der Obdachlosenhilfe schließen und zukünftig 20 Plätze anbieten.
Näheres:
Die Johanniter-Unfall-Hilfe startet im Januar 2021 ein innovatives
Angebot, das obdachlosen Menschen und ihren Hunden eine vorläufige Heimat geben soll. Im Rahmen des Projekts QuarTier werden Mensch und Hund nicht nur gemeinsam in Pensionszimmern wohnen können, sondern auch von Fachkräften begleitet und beraten. Ermöglicht wurde diese qualifizierte Unterstützung, die für den Erfolg des Projekts maßgeblich ist, durch eine Förderung im Rahmen des Aktionsplans „Hilfe bei Obdachlosigkeit“ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. QuarTier möchte in Zusammenarbeit mit Hundetrainern und Tierärzten Mensch und Tier zu Teams zusammenschweißen, so dass sie gemeinsam den Herausforderungen des Alltags besser begegnen können.
Oberbürgermeister Marcus König sagt hierzu: „Das Wohl von
Obdachlosen mit Hund liegt mir aufgrund meines Engagements im
Tierschutz schon sehr lange am Herzen, die Tiere tragen die obdachlosen Menschen durch gute wie schwere Zeiten. Deshalb freue ich mich besonders, heute verkünden zu können, dass das Projekt QuarTier in wenigen Tagen startet. Bedanken möchte ich mich bei den Johannitern als Betreiber, dem Bayerischen Sozialministerium für die finanzielle Unterstützung sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die an der Umsetzung beteiligt sind!“
„Mit Hilfe der Johanniter konnte hier eine sinnvolle Ergänzung im
vielfältigen Angebot für obdachlose Menschen in Nürnberg geschaffen werden. Sie können nun sehr viel einfacher Unterkunft und Hilfe annehmen, ohne dass sie sich von ihren treuen Gefährten trennen müssen. Ich wünsche den Projektbeteiligten ein gutes Gelingen“, so Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales.
Hunde tragen bei den Johannitern schon seit Jahren zum Wohl vieler Menschen bei – als Rettungs- und Lesehunde, sowie als therapeutische Besuchs- und Begleithunde. „Daher ist es für uns eine Herzensangelegenheit auch etwas für die Vierbeiner zu tun, die mit ihren Herrchen und Frauchen auf der Straße leben müssen“, so Kevin Schwarzer, Regionalvorstand der Johanniter Mittelfranken.
V.l.n.r.: Volker Wolfrum, Leiter des Sozialamts, Lisa Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales, Oberbürgermeister Marcus König, Kevin Schwarzer, Regionalvorstand der Johanniter Mittelfranken. Im Vordergrund liegt Hündin Molly.
Bildnachweis: Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

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